Die Erektion ist ein hochsensibler, kaskadenartiger Vorgang den ich sehr vereinfacht hier erklären möchte.

Zunächst fließt das Blut über die Beckenarterien (A. pudendae) in die Penisarterien. Über Venen verlässt das Blut wieder den Penis.

Ist der Penis schlaff so fließt das Blut an den sog. Schwellkörpern (Corpora cavernosa) des Penis fast gänzlich vorbei, weil die kleinen Muskeln der Schwellkörper zusammengezogen sind und den Einstrom des Blutes in die Schwellkörper verhindern.

Durch sexuelle Reize die vom Gehirn kommen, kommt zum Erschlaffen der kleinen Muskeln in den Schwellkörpern. Das Blut strömt ein, der Abfluss aus dem Penis wird blockiert. Die Schwellkörper füllen sich mit Blut. Der Penis wird steif und fest.

Dieser Vorgang wird über sog. Neurotransmitter (NO-Stickstoffmonoxid) über die Nerven des Penis vermittelt. Hier wirken übrigens die Potenzmittel wie Viagra, Cialis, Levitra usw.

Zusammenfassung

Ein sexueller Reiz wirkt auf das Gehirn, dies sendet Impulse an die Nerven im Genitalbereich,

hier werden NO freigesetzt welches dann 1. zur Erschlaffung der Schwellkörpermuskeln

und 2. zur Blockade des venösen Abflusses aus den Schwellkörpern führt.

Entspannung führt also zur Erektion nicht Stress oder Verspannung!!!

Dies könnte auch eine Erklärung sein weshalb es meist morgens im Halbschlaf zur Erektion kommt. Hier ist der Mann noch relativ entspannt, der Testosteronspiegel recht hoch und der Stress gering.

Ergo: Sex gelingt gut bei Entspannung und schlecht bei Stress!

Je öfter der Mann entspannt z.B. Massage umso besser gelingt der Sex!

Samenerguss, Ejakulation und Orgasmus

Der Samenerguss, also das Ausstoßen von Samen und Prostataflüssigkeit (Ejakulat) wird durch das rhythmische Kontrahieren (Zusammenziehen) des Samenleiters und der Prostata und das Ausstoßen durch die Harnröhre vermittelt. Dabei ist ein Zurückfließen des Ejakulats nicht möglich. Der Orgasmus ist in Verbindung mit dem Samenerguss und der Ejakulation eine lustvolle, entspannende Empfindung mit vielen hormonellen Auswirkungen. Der Orgasmus ist meist auf wenige Sekunden beschränkt und führt zum Abbau der sexuellen Erregung aber nicht unbedingt auch zum Erschlaffen des Penis.

Kommt es zur erneuter sexueller Stimulation kann die Erektion aufrecht erhalten bleiben und es sind weitere Orgasmen möglich.

 

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